Besuchshund Mette und ihr Rudel
Besuchshund Mette und ihr Rudel

Wie Mette zum Besuchshund wurde

Die Kinder werden zunehmend erwachsen und brauchen mich immer weniger, irgendwann verlassen sie das Haus und stehen auf eigenen Beinen. Auch wenn es bis dahin hoffentlich noch ein Weilchen dauern wird, hatte ich mir bereits mit dem Einzug unseres neuen Familienmitglieds vorgenommen, dass Mette mehr als nur ein Familienhund werden sollte.

 

Da sie mich hoffentlich die nächsten 14 - 15 Jahre begleiten wird, wollte ich uns eine gemeinsame Beschäftigung suchen, die beiden Freude macht, unsere Beziehung immer wieder von Neuem festigt und vielleicht auch noch etwas Positives für andere beinhaltet.

 

Da ich zum Zeitpunkt von Mettes Einzug als ehrenamtliche Lesemutter in der Grundschule Theesen tätig war, stand ich mit dem Welpen zunächst vor einem Problem -  entweder ich musste mit dem Lesen aufhören oder der Hund musste mit in die Schule kommen, denn stundenlang alleine bleiben sollte Mette auf keinen Fall.

 

Mette ging also zur Schule und relativ schnell wurde deutlich, dass sie einen sehr ausgeglichenen Charakter hat und ausgesprochen menschenfreundlich ist, außerdem ist sie sehr gelehrig und ließ sich von Anfang an recht unproblematisch erziehen.

 

Nachdem mich mehrere Lehrer darauf angesprochen hatten, begann ich, mich über den Einsatz als Schul-, Besuchs- oder Therapiehund zu informieren. Schnell musste ich feststellen, dass im Gegensatz zu anderen Ländern in Deutschland große Unterschiede bei der Bezeichnung gemacht werden. 

 

So ist ein "Schulhund" eigentlich ein Hund, der den ganzen Tag in der Schule verbringt und den Lehrer, meist seinen Besitzer, in den Unterricht begleitet und sich dort positiv auf die Klassenatmosphäre auswirkt.

 

Meist bezeichnet der Begriff "Schulhund" aber einen speziell geprüften Hund der in Schulen eingesetzt wird, um Kindern Erfahrungen im Umgang mit Hunden zu ermöglichen. Ehrenamtlich arbeitende Hundehalter gehen dazu stundenweise mit ihren Hunden in die Schule und bieten die Gestaltung einer Stunde kostenlos für interessierte Lehrer an. Sie wollen helfen, Kindern Wissen um den Hund zu vermitteln und anschließend ermöglichen, das richtige Verhalten am Hund zu üben.

 

Ein "Therapiehund" begleitet einen menschlichen Therapeuten und unterstützt diesen in seiner Arbeit. Die Ausbildung zum Therapiehund ist sehr umfangreich und teuer und geht über ehrenamtliche Leistungen weit hinaus, zumal niemand die Ausbildungskosten finanziert.

 

Hunde, die ehrenamtlich in Schulen, Kindergärten, Altenheime oder andere soziale Einrichtungen gehen oder Besuche bei einzelnen Menschen machen, werden meist als "Besuchshunde" bezeichnet.

 

In Australien, den USA und Großbritannien sind alle diese Hunde "PAT"s, d.h. Pet at therapy zu Deutsch Therapiehaustier.

 

Mette sollte also Besuchshund werden, wobei zunächst noch nicht feststand, in welche Einrichtungen ich mit ihr gehen würde. Ich begann mich zu informieren, Seminare zu besuchen, viele Bücher zu lesen und ihre Erziehung und Ausbildung in die entsprechenden Bahnen zu lenken.

 

Nach einigen Monaten beschloss ich, dass wir Altenheim-Besucher werden wollten, da Mette durch meine eigenen Kinder diese nur als Tobefreunde betrachtete und mir dieses im Umgang mit fremden, noch dazu oft hundeunerfahrenen Kindern zu problematisch erschien. Da sie sich bei älteren Menschen jedoch bereits als junger Hund ganz anders verhielt, schien mir dieser Weg der Richtige zu sein. Jahre später sind wir doch in der Schule angekommen. Mette ist inzwischen eine souveräne, verlässliche, erwachsene Hündin, die mich in jeder Situation und Umgebung begleitet und insbesondere zu Kindern ein inniges, sanftes Verhältnis hat.

 

Nun fragt sich vielleicht mancher, ob ein 66 cm großer, fast 30 kg schwerer, schwarzer Hund nicht zu riesig und beängstigend sein könnte. Ein großer Hund hat jedoch den ganz entscheidenen Vorteil, dass er die alten Menschen am Bett besuchen kann oder an den Rollstuhl herangehen kann und sie ihn anfassen können, da er ja hoch genug ist. Ein kleiner Hund müsste dazu auf das Bett springen, was nicht gerade immer möglich und hygienisch nicht unbedenklich ist.


Ich habe allerdings bei der Farbwahl für das Geschirr und die Schrift sehr darauf geachtet, dass es hell und freundlich ist. Ich selbst ziehe auch helle, freundliche Sachen an. Die Decke, auf der Mette zwischendurch liegt, ist hellgrün, usw. Wenn man ein bisschen danach guckt, spielt die Farbe und Größe des Hundes keine so ausschlaggebende Rolle.



damit niemand den Namen vergisst

AKTUELLES

Besuchen Sie meinen online-shop

Unsere Hunde werden durchgehend tierärztlich betreut von Dr.med. vet. Anja Schulz 

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Vera Gaesing-Herbertz

Diese Homepage wurde mit 1&1 MyWebsite erstellt.