Besuchshund Mette und ihr Rudel
Besuchshund Mette und ihr Rudel

Gesundheit

Selbstverständlich werden meine Hunde regelmäßig geimpft, entwurmt und gegen Flöhe und Zecken geschützt, so dass auch im intensiven Kontakt mit den Hunden keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind.

Bei der jährlichen Gesundheitsuntersuchung  lassen wir auch einen Impfstatus per Blutuntersuchung erstellen und nur Im Bedarfsfall wird geimpft. Sollte der Titer noch hoch genug sein, wird nicht nachgeimpft.

 

Die Hunde werden bedarfsgerecht entwurmt und bekommen alle vier Wochen eine Zecken- und Flohprophylaxe.

Zum Thema Kastration

Ich habe für meine Hündinnen ganz bewusst die Entscheidung getroffen, sie möglichst nicht kastrieren zu lassen, sondern alle Facetten eines typischen Hündinnen-Charakters mit ihnen zu erleben. Im Falle einer Erkrankung sieht die Sache natürlich anders aus und es wird immer zum Wohle der Hündin entschieden.

 

Nachstehender Artikel aus der Zeitschrift "DOGS" verdeutlicht die Hintergründe zur Kastration, ganz unabhängig von der Frage, ob man mit seiner Hündin züchten möchte oder nicht.

 

Bei Kalle wurden wir nicht vor die Entscheidung gestellt. Aufgrund nicht abgestiegener Hoden musste er im Alter von 11 Monaten kastriert werden, da das Risiko, an Krebs zu erkranken, sonst sehr groß gewesen wäre. 

 

Wer mehr zu diesem Thema lesen möchte, dem sei das Buch "Kastration beim Hund - Eine Entscheidungshilfe" von Dr. Gabriele Niepel empfohlen.

 

Sexualverhalten des Hundes: Kastration - ja oder nein?
Für Forscher stehen die Nachteile der Kastration ganz klar im Vordergrund: "Mit Entfernen der Keimdrüsen, der Orte, an denen Geschlechtshormone wie Östrogen und Testosteron gebildet werden, greifen wir massiv in den Hormonhaushalt ein", so Udo Gansloßer. "Sexualhormone korrespondieren im Körper mit vielen Hormonen. Das ist ein sehr fein abgestimmtes System, das dann aus dem Gleichgewicht kommt." Hündinnen fehlt nach der Kastration das Hormon Östrogen, ein Gegenspieler des Testosterons, das in der Nebennierenrinde produziert wird. Die Hirnanhangdrüse steuert diese Hormonproduktion, indem sie darauf achtet, dass die beiden Hormone im Gleichgewicht bleiben. "Fällt das Östrogen weg, wird unkontrolliert Testosteron produziert, diese Hündinnen können nach der Kastration dann ein männlicheres Verhalten zeigen." 

 

Verhaltensforscher fordern deshalb, Hündinnen wenn überhaupt erst nach der dritten Läufigkeit zu kastrieren und Rüden mindestens zwei Jahre alt werden zu lassen. Tierärzte sehen das oft anders. Sie machen auch auf die gesundheitlichen Aspekte bei der Diskussion aufmerksam. Doch was sagt das Tierschutzgesetz? DOGS-Rechtsexperte Michael Schäfer: "Paragraf 6 des Tierschutzgesetzes lässt Geschlechtsorgan-Amputationen zu, wenn die Unfruchtbarmachung erforderlich ist, um eine unkontrollierte Fortpflanzung zu verhindern." Da die wenigsten Hunde in Deutschland Streuner sind, tritt dieser Fall selten sein, denn "Hundehalter haben die Möglichkeit, den Rüden oder die Hündin durch vorübergehendes Einsperren, Anleinen oder ständiges Beaufsichtigen zu kontrollieren", so Schäfer. "Erforderlichkeit im Sinne des Gesetzes wäre nur gegeben, wenn etwa eine Erkrankung vorliegt und diese nur durch Kastration geheilt werden kann."

Die Entscheidung, ob die Kastration mit der Fortpflanzungskontrolle im Einzelfall vernünftig begründet werden kann, muss letztendlich der Tierarzt fällen. Pauschale Empfehlungen zum Thema Kastration lehnt die auf Reproduktionsmedizin spezialisierte Fachtierärztin Dr. Anja Seefeldt deshalb ab: "Man muss immer die Situation im Blick haben." Auch der Deutsche Tierschutzbund befürwortet eine Kastration bei medizinischer Notwendigkeit und "wenn damit unerwünschte Fortpflanzung verhindert wird".

Sexualverhalten des Hundes: Eingriff in das Hormonsystem
Besonders skeptisch sehen Verhaltensforscher Frühkastrationen: "Bei früh kastrierten Tieren sorgt der Wegfall der Hormone für einen Entwicklungsstopp im Gehirn, da während der Pubertät durch den Hormonschub die Hirnarchitektur umgebaut, die Leitungsgeschwindigkeit der Axone verbessert und neue Verschaltungswege geschlossen werden", weiß Dr. Udo Gansloßer. "Nehmen wir einem Hund noch vor diesem Stadium die Geschlechtsorgane, findet diese Hirnentwicklung nicht oder nur abgeschwächt statt, es kommt zu einer permanenten Verjugendlichung." Werden die Keimdrüsen erst später im Hundeleben entfernt, können Hunde aber meist ihr normales Sexualverhalten ausbilden. So kommt es dazu, dass Rüden nach ihrer Kastration weiter den dreibeinigen Stand beim Markieren zeigen oder auch weiterhin decken, wenn sie es vorher einmal gemacht haben. Eine Verhaltenskorrektur, wie sie sich viele Hundehalter von einer Kastration erhoffen, bleibt deshalb oftmals aus. 

 

Zum Testen, ob die Kastration überhaupt der richtige Weg zu mehr Entspannung im Alltag von Mensch und Hund sein kann, bietet sich ein neues Verhütungsmittel für Rüden an: Ein Implantat der Firma Virbac dient der chemischen Kastration. "Hier wird dem Hund ein Chip unter die Haut gesetzt, der den Testosterongehalt absenkt. So kann man erfahren, ob und mit welchen Verhaltensumstellungen der Rüde auf die Kastration reagiert", erklärt Dr. Anja Seefeldt - Kosten um 85 Euro. Für Hündinnen gibt es ebenfalls eine hormonelle Läufigkeitsverhinderung, "allerdings mit möglichen Nebenwirkungen wie Gebärmutterentzündung." Von Sterilisationen rät die Tierärztin bei Hündinnen ab: "Mit jedem Deckakt werden Keime eingeschleppt, dazu muss man das Verletzungsrisiko einkalkulieren, zum Beispiel bei extremen Größenunterschieden."

Welcher Verhütungsschutz passt, hängt also von der Persönlichkeit des Tieres ab, seiner Lebenssituation - und wie tolerant sich sein Mensch zeigt. "Sexualverhalten gehört zum Hund dazu. Wer damit ein Problem hat, sollte sich keinen Hund halten", findet Kurt Kotrschal. 

 

Sexualverhalten des Hundes: Kastration & Sterilisation
Verhütung durch Kastration oder Sterilisation? Dr. Anja Seefeldt, Fachtierärztin für Reproduktionsmedizin, erklärt die Vor- und Nachteile der Operationsmöglichkeiten

Kastration: Die Keimdrüsen (beim Rüden die Hoden, bei der Hündin die Eierstöcke) werden entfernt, dadurch wird die Produktion bestimmter Sexualhormone ausgeschaltet. Bei Hündinnen unterscheidet man zwei Kastrationsmethoden: die Ovarektomie, Eierstöcke werden entfernt, und die Ovarhysterektomie, Eierstöcke und Gebärmutter werden entfernt. Bei der Ovarektomie ist der Schnitt kürzer und die Belastbarkeit der Wunde schneller erreicht. Allerdings kann es durch mehrere durchlaufene Zyklen zu Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut kommen, so dass spätestens bei mittelalten Hündinnen die Gebärmutter mit entfernt werden sollte.

- Vorteil: Prävention von Läufigkeit, Trächtigkeit, Scheinträchtigkeit, Gesäugetumoren (nur bei Kastration spätestens nach der zweiten Läufigkeit) und Gebärmutterentzündungen, beim Rüden: Prävention von Prostatavergrößerung oder Hodentumoren, Korrektur hypersexuellen Verhaltens.

- Nachteil: Frühe Kastration: zum Teil vermehrte Körpergröße, veränderte Persönlichkeit, bei einigen Rassen Fellveränderung. Spätere Kastration: Gewichtszunahme durch veränderten Stoffwechsel, Neigung zu Inkontinenz bei Hündinnen.

Sterlisation: keimableitende Wege (Eileiter der Hündin, Samenstrang des Rüden) werden getrennt oder abgebunden. Sterilisationen werden kaum durchgeführt.

- Vorteil: Der Hormonhaushalt bleibt erhalten, Trächtigkeit tritt trotz Paarung nicht ein.

- Nachteil: Bei hypersexuellen Rüden bleiben Sexualtrieb und Stressbelastung erhalten, Hündinnen werden weiter läufig. Infektionsgefahr bei Deckakten.



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Unsere Hunde werden durchgehend tierärztlich betreut von Dr.med. vet. Anja Schulz 

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